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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 09. Januar 2011 um 14:56 Uhr

Geschichte des Dorfes Wettrup

Im Jahre 890, wird das Dorf Wettrup unter seinem damaligen Namen Wethonthorpe zum ersten Male in einem Schriftstück erwähnt.

Wenn auch, wie der Name nahe legt, die Gründung der dörflichen Ansiedlung sehr viel früher erfolgt sein wird, so nimmt man doch heute gemeinhin das Datum der ersten schriftlichen Erwähnung als das Gründungsdatum an, nach dem sich die folgenden Jubiläen ausrichten.

Dieses kleine Heftchen soll den Leser ein wenig einstimmen in das Jubiläum unseres Dorfes; Es soll einen knappen Überblick über die Geschichte unseres Dorfes geben, soll einige bedeutende Ereignisse in Erinnerung rufen sowie in einem Teil dazu beitragen, daß für Wettrup typische Sitten und Gebräuche, die den Jahreslauf und das Leben der Menschen begleiteten und zum Teil auch heute noch begleiten, nicht ganz in Vergessenheit geraten.

Vielleicht gibt es auch hier und da in den Familien Anstoß und Anlaß zu Gesprächen zwischen den Jüngeren und der älteren Generation, die das eine oder andere aus eigener Kenntnis und aus eigenem Erleben erweitern, bestätigen oder auch korrigieren können.

Einige Geschichten, wie die Folgenden sind äußert interessant und sind durch mündliche Überlieferung von J. Bornhorst Sen. weiter gegeben worden:

  • Zu Kriegsbeginn wurde die Sommerzeit aus ökonomischen Gründen im dritten Reich eingeführt. Eine Stunde mehr Tageslicht bedeutete auch eine Stunde mehr Arbeitszeit – ein nicht unbedeutender Aspekt in der damaligen Rüstungsindustrie. Nur das kleine Dörfchen Wettrup soll sich dem Erlass widersetzt haben und behielt die alte Zeit bei. So musste man, fuhr man mit dem Pingel Anton von Lingen nach Wettrup, seine Uhr um 1 Stunde vorstellen.
  • Das Wettruper sehr praktisch in ihrer Denkweise sind stellt dieser Fall dar. Anfang des 20. Jahrhunderts fällt ein Sturm mehrere Pappeln entlang des Schulbachs. Da dies zur Zeit des Scheiben schießens geschah, welches noch mit Kleinkaliber recht gefährlich war, wurde der Schießplatz einfach verlegt und die am Boden liegenden Stämme als natürlicher Schutzwall genutzt.

Die Ausführungen zur Wettruper Ortsgeschichte basieren i. w. auf Ergebnissen der Arbeiten des bekannten Heimatforschers Pastor Meier, der sich um die Aufarbeitung der Geschichte des Kirchspiels Lengerich große Verdienste erworben hat.

Die Darstellung der Kriegs- und Nachkriegsereignisse geht zurück auf Notizen des ehemaligen Wettrupers Josef Schmidt, Handrup.

Gesprächen mit den Herren Karl Kuhl und Alfons Lampen sowie einigen von ihnen zur Verfügung gestellten Aufzeichnungen verdankt der Verfasser seine Informationen über Wettruper Sitten und Gebräuche.

Allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Die Beiträge der Kategorie Geschichte auf Wettrup.de entstammen dem Buch "1100 Jahre Gemeinde Wettrup" aus dem Jahr 1990. Es wird keine Gewähr auf Richtigkeit oder Wertung dieser Beiträge vom Betreiber dieser Seiten übernommen und geben nur den Wortlaut aus diesem Dokument wieder.

 
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