So arbeiteten auch viele Männer aus Wettrup, Lengerich, Handrup oder Freren dort als Grasmäher, Torfstecher, im Deichbau, als Walfänger oder zogen als Händler über das Land. Zumeist in Gruppen brachen sie im Frühjahr zu Fuß auf und nutzten feste Routen, die zu zentralen Treffpunkten führten. Bei Lingen überquerten viele die Ems.

Zwischen 1700 und 1875 wird die Zahl der Hollandgänger auf 20.000 bis 40.000 jährlich geschätzt. Sie kamen dabei hauptsächlich aus den von großer Rückständigkeit und Armut geprägten Landstrichen Westfalens, dem Emsland, dem Tecklenburger Land, dem Osnabrücker und Mindener Raum, dem Oldenburgischen sowie aus dem Unterwesergebiet.

Vor diesem Hintergrund entschied man in Wettrup, nicht im Frühjahr oder im Sommer mit den verbliebenen Bürgern, sondern bereits im Winter mit der ganzen Dorfgemeinschaft ein Schützenfest zu feiern: Die Tradition des Scheibenschießens, das sogenannte "Schieben schaiten", entstand.....

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